Fertiger Holz-Dachstuhl mit sauberer Zimmererarbeit
Holzbau und Zimmerei

Holz trägt, wenn Details stimmen.

Dachstuhl, Carport, Anbau, Aufstockung und Holzrahmenbau. Wir denken Tragwerk, Holzschutz, Feuchteführung und Anschlüsse an Mauerwerk oder Bestand zusammen.

Einordnung

Holzbau passt, wenn eine Konstruktion tragfähig, vergleichsweise leicht, gut montierbar und präzise an Dach, Fassade oder Bestand angeschlossen werden soll.

Für wen und wann passt Holzbau?

Holzbau und Zimmerei sind für Bauherren interessant, die ein Dach erneuern, einen Dachstuhl bauen, einen Carport planen, einen Anbau ergänzen oder ein Gebäude aufstocken möchten. Im Bestand ist Holz oft der Weg, um zusätzliche Fläche mit geringerem Gewicht zu schaffen. Bei Neubauten kann Holzrahmenbau eine schnelle und gut planbare Bauweise sein, wenn Vorfertigung und Anschlüsse früh geklärt werden.

Der Werkstoff ist stark, aber nicht beliebig. Holz reagiert auf Feuchte, braucht sinnvolle Luftdichtheit und darf an kritischen Stellen nicht dauerhaft nass werden. Deshalb schauen wir nicht nur auf Balkenquerschnitte, sondern auf den ganzen Aufbau: Wo kommt Regen hin? Wie trocknet das Bauteil wieder? Wo kann warme Raumluft in die Konstruktion gelangen? Welche Lasten wirken durch Dachdeckung, Schnee, Wind oder Nutzung?

Leistungsumfang im Detail

Unser Holzbau umfasst klassische Zimmererarbeiten und konstruktive Holzbauteile für Neubau, Erweiterung und Sanierung. Dazu gehören Dachstühle, Dachgauben nach Planung, Carports, Vordächer, Terrassenüberdachungen, Anbauten, Aufstockungen, Holzrahmenwände und Reparaturen an bestehenden Holzkonstruktionen.

Entscheidend ist die Verbindung zum restlichen Gebäude. Ein Dachstuhl braucht sichere Auflager, ein Carport braucht dauerhafte Fußpunkte, eine Aufstockung braucht Lastabtragung in vorhandene Wände und ein Holzrahmenbauteil braucht luftdichte Übergänge. Genau dort entstehen später oft Schäden, wenn die Details nur grob gedacht werden.

Darum prüfen wir früh, welche Arbeiten auf der Baustelle entstehen und welche Bauteile vorbereitet werden können.

  • Dachstühle und Dachkonstruktionen mit abgestimmter Lastabtragung
  • Carports, Vordächer und Überdachungen mit robusten Anschlusspunkten
  • Anbauten und Aufstockungen in leichter Holzbauweise
  • Holzrahmenbau für Wände, Erweiterungen und vorgeplante Bauteile
  • Reparaturen an Sparren, Pfetten, Balkenlagen und Anschlussbereichen
  • Übergänge zwischen Holzbau, Massivbau, Dachdeckung und Fassade
Einblicke

So sieht Holzbau in der Ausführung aus.

Fertiger Holz-Dachstuhl mit sichtbarem Sparrenwerk und Ziegelgiebel
ZimmereiAbbund und Holzbearbeitung
Aufgerichteter Dachstuhl aus Holz auf einem Mauerwerks-Rohbau mit Gerüst und Kran
DachstuhlAufrichten und Rohbau
Materialwahl

Holzrahmenbau, Massivholz oder klassisches Zimmererholz?

Die Entscheidung hängt nicht nur am Preis. Gewicht, Vorfertigung, Brandschutz, Schallschutz, Feuchteführung und Anschlussdetails entscheiden mit.

BauweiseWann sie passtEntscheidungslogik
HolzrahmenbauFür Wände, Anbauten und Aufstockungen mit gedämmten Gefachen.Leicht, gut vorfertigbar, aber abhängig von Luftdichtheit und sauberem Schichtenaufbau.
MassivholzFür flächige tragende Bauteile mit hoher Vorfertigung und sichtbarer Holzqualität.Mehr Masse und andere Schallwerte, dafür anderes Gewicht und andere Anschlussplanung.
KonstruktionsvollholzFür Sparren, Pfetten, Stützen, Riegel und sichtbare oder verdeckte Tragglieder.Standard im konstruktiven Holzbau, wenn Querschnitt, Feuchte und Sortierung passen.
BrettschichtholzFür größere Spannweiten, sichtbare Träger und höhere Lasten.Planbar und formstabil, aber mit genauer statischer Vorgabe und Lieferzeit.
Bauphysik

Trocken halten, richtig bremsen, wieder austrocknen lassen.

Holzbau funktioniert dauerhaft, wenn Feuchte kontrolliert wird. Baulicher Holzschutz bedeutet: Die Konstruktion wird so geplant, dass Holz nicht dauerhaft nass wird. Dazu gehören ausreichender Dachüberstand, Tropfkanten, Abstand zu stehendem Wasser, belüftete Bereiche und ein Aufbau, der wieder trocknen kann. Chemischer Holzschutz meint Holzschutzmittel gegen Pilze oder Insekten. Nach DIN 68800 hat der bauliche Schutz Vorrang; chemischer Schutz ist kein Ersatz für falsche Details.

Ein diffusionsoffener Aufbau lässt Wasserdampf in begrenztem Maß nach außen wandern. Wasserdampf ist unsichtbare Feuchte in der Luft. Eine Dampfbremse liegt meistens auf der warmen Raumseite und bremst diese Feuchte, damit sie nicht unkontrolliert in kalte Bauteilschichten gelangt. Tauwasser entsteht, wenn warme, feuchte Luft abkühlt und Wasser ausfällt. Das kennt jeder vom kalten Fenster im Winter. In einer Wand oder einem Dach soll genau das vermieden werden.

Beim Holzrahmenbau tragen Ständer und Riegel die Last, die Zwischenräume heißen Gefache und werden gedämmt. Bei Massivholz tragen flächige Holzplatten oder starke Holzbauteile. Holzrahmenbau ist leicht und deshalb für Aufstockungen interessant: weniger Gewicht bedeutet weniger Zusatzlast für vorhandene Wände und Fundamente. Trotzdem müssen Schallschutz, Brandschutz, Windlast, Dachlasten und die Verbindung zum Altbau nachgewiesen werden. Leichtbau heißt nicht leichte Planung.

Entscheidung

Worauf es vorab ankommt

Spannweiten, Lasten, Dachdeckung, Nutzung, Brandschutz, Schallschutz, Holzschutz, Vorfertigung, Montageweg und Anschlüsse an Massivbau oder Bestand bestimmen die Lösung.

Kostentreiber

Was Aufwand macht

Große Spannweiten, sichtbare Holzqualitäten, Kranbedarf, komplexe Anschlüsse, Gerüst, Rückbau, Dachöffnung, enge Zufahrt und Nachweise können den Preis deutlich beeinflussen.

Förderhinweis

Energiefragen früh klären

Wenn Dach, Außenwand oder Aufstockung energetisch relevant sind, sollten Energieberatung und Förderstelle vor Auftrag eingebunden werden. Feste Förderzahlen nennen wir nicht.

Ablauf

Vom Bestand zum montierten Holzbauteil.

  1. Anfrage: Sie beschreiben Dach, Anbau, Carport oder Aufstockung und senden Fotos, Maße und vorhandene Unterlagen.
  2. Bestandsaufnahme: Wir prüfen Anschlüsse, Lastabtragung, Feuchtezeichen, Zugang und Montageweg.
  3. Planungsabgleich: Statik, Material, Holzschutz, Dachaufbau und Schnittstellen werden abgestimmt.
  4. Vorbereitung: Bauteile, Verbindungsmittel, Termine, Gerüst und Schutzmaßnahmen werden festgelegt.
  5. Montage: Die Holzkonstruktion wird aufgerichtet, befestigt und an Dach, Wand oder Bestand angeschlossen.
  6. Übergabe: Offene Punkte für Dachdeckung, Ausbau, Fassade oder Haustechnik werden klar benannt.
FAQ

Häufige Fragen zum Holzbau.

Was zählt bei Appiarius zum Holzbau?

Zum Holzbau zählen Dachstühle, Dachkonstruktionen, Carports, Vordächer, Anbauten, Aufstockungen, Holzrahmenbau und Reparaturen an bestehenden Holzkonstruktionen.

Was ist der Unterschied zwischen Holzrahmenbau und Massivholz?

Holzrahmenbau arbeitet mit einem tragenden Ständerwerk und gedämmten Gefachen. Massivholz nutzt flächige massive Holzbauteile. Die Entscheidung hängt von Gewicht, Vorfertigung, Schall, Brandschutz und Anschlussdetails ab.

Welche Dachstuhlarten gibt es?

Häufige Konstruktionen sind Sparrendach, Pfettendach und Kehlbalkendach. Welche Art passt, hängt von Spannweite, Dachneigung, Nutzung des Dachraums und Lasten ab.

Was bedeutet Holzschutz nach DIN 68800?

Die DIN 68800 beschreibt Schutz gegen Feuchte, Pilze und Insekten. Vorrang hat baulicher Holzschutz: trocken halten, belüften, Abstand zu Feuchte und saubere Details. Chemischer Holzschutz ist nur bei Bedarf ein Zusatz.

Warum ist die Dampfbremse wichtig?

Eine Dampfbremse bremst feuchte Raumluft, damit in der Konstruktion kein Tauwasser entsteht. Tauwasser ist Wasser, das aus warmer Luft ausfällt, wenn sie an kalten Bauteilschichten abkühlt.

Warum eignet sich Holzbau für Aufstockungen?

Holzbau ist vergleichsweise leicht. Dadurch kann eine Aufstockung bestehende Fundamente und Wände weniger belasten. Trotzdem sind Statik, Brandschutz, Schallschutz und Anschlüsse verbindlich zu prüfen.

Mehr dazu im Ratgeber

Holzbau, Feuchte und Aufstockung vertiefen.

Dachstuhl

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Taupunkt und Dampfbremse

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Anfrage

Holzbau braucht klare Anschlüsse.

Schicken Sie uns Fotos, Maße und vorhandene Pläne. Wir prüfen, welche Konstruktion und welche Vorarbeiten sinnvoll sind.