Bausubstanz
Bausubstanz und regionale Bauweise
Das Baubild rund um Cadenberge ist von der norddeutschen Backstein- und Klinkertradition geprägt, wie sie im schlagregen- und windbeanspruchten Küstenraum verbreitet ist. Prägendes regionales Baudenkmal ist das Gut Cadenberge: ein zweigeschossiges, traufständiges Herrenhaus von 1724 im Stil der Weserrenaissance, errichtet in Backstein mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach. Zur Gutsanlage gehören unter anderem Scheune, Taubenhaus, Rentei, eine Gewölbebrücke und ein Gutspark mit Wassergraben. Die St.-Nicolai-Kirche wurde von 1742 bis 1752 als barocke Saalkirche neu errichtet, das Bahnhofsgebäude entstand um 1895. Für unsere Arbeit ist diese Substanz Maßstab und Aufgabe zugleich. Im Neubau achten wir darauf, dass sich Material, Dachform und Klinker stimmig einfügen und die wetterzugewandten Außenwände schlagregensicher ausgeführt werden, häufig als zweischaliges Mauerwerk mit einer Klinkeraußenschale, die das tragende Mauerwerk vor Feuchte und Sturm schützt. Bei Anbau und Sanierung steht der Bestand im Mittelpunkt: gewachsenes Mauerwerk, alter Klinker und der Umgang mit Feuchte am Geestrand zur Marsch müssen zusammen gedacht werden, damit aus Bestehendem und Neuem ein dauerhaftes, dichtes Ganzes wird. So bleibt der gewachsene Charakter erhalten, während die Bausubstanz technisch auf einen heutigen Stand kommt.