Baugrund und Klima
Baugrund und Klima in Hamburg
Der Baugrund in Hamburg ist nicht einheitlich, und das ist der wichtigste Punkt für jedes Bauvorhaben hier. Das Stadtgebiet teilt sich naturräumlich in die höher liegende Geest nördlich und südlich des Elbtals und die mehrere Kilometer breite Elbmarsch im Tal selbst. Je nach Lage auf Geest- oder Marschboden gelten behördlich unterschiedliche Bau-Vorgaben. Die Geest ist eine eiszeitliche Altmoränenlandschaft aus wechselnden Geschiebelehmen und Sanden, in die Schmelzwasser-Talsysteme wie Alster, Bille und Wandse eingeschnitten sind. Vorherrschend sind dort Podsole und Braunerden. In der Elbmarsch lagerten sich vor der Eindeichung feinste Schwebstoffe der Elbe als Klei ab, dazu Flusssand, Torf und Seesedimente, in den Niederungen treten Moor-, Gley- und Anmoorböden auf. Die tief liegenden Marschen bedecken nahezu die Hälfte des Stadtgebiets, weshalb in Elb- und Marschlagen mit setzungsempfindlichem Baugrund und hohem Grundwasserstand zu rechnen ist. Für das Bauen heißt das: Wo Sie auf der Geest bauen, steht eher tragfähiger Boden an, wo Sie in der Marsch oder auf einer Elbinsel bauen, muss die Gründung auf den weichen, feuchten Untergrund abgestimmt werden, damit keine ungleichmäßigen Setzungen entstehen. Dazu kommt das norddeutsche Klima mit hoher Schlagregen- und Windbeanspruchung, also Regen, den der Wind mit Druck gegen die Wände treibt. Welche Bodenklasse genau ansteht, klärt am Ende ein objektbezogenes Bodengutachten, denn der Untergrund wechselt kleinräumig.