Was gehört bei der Aufnahme zusammen?
Der sichtbare Belag ist nur ein Teil des Balkons. Entscheidend ist auch, was darunter bekannt ist und wie die Abdichtung an aufgehende Bauteile und die Entwässerung anschließt. Für die erste Einordnung helfen diese Fragen:
- Bestand und Belag: Welcher Belag liegt auf der Fläche? Gibt es lose Stellen, Risse oder frühere Reparaturen? Ist der Aufbau darunter dokumentiert?
- Anschlüsse: Wo trifft die Fläche auf Balkontür, Fassade und Brüstung? Sind dort Feuchtespuren oder offene Stellen sichtbar?
- Entwässerung: Wo kann Wasser ablaufen? Gibt es einen Ablauf, Speier oder auffällige Wasseransammlungen?
- Nutzung: Muss der Balkon während der Arbeiten zugänglich bleiben? Sind darunter Räume, Wege oder andere genutzte Flächen betroffen?
Örtliche Undichtigkeit oder zusammenhängende Erneuerung?
Eine einzelne auffällige Stelle kann Anlass für eine örtliche Untersuchung sein. Zeigen sich jedoch mehrere Feuchtespuren, unbekannte Schichten oder Schäden an Fläche und Anschlüssen, muss der Umfang als zusammenhängendes System geprüft werden. Ein neuer Belag allein klärt die Ursache nicht. Erst die Bestandsaufnahme zeigt, ob eine begrenzte Maßnahme sinnvoll abgegrenzt werden kann oder ob eine umfassendere Erneuerung geplant werden muss.
Betonschäden gesondert bewerten
Abplatzungen, Risse am tragenden Bauteil oder sichtbare Bewehrung gehören zur Beton- und Balkonsanierung und erfordern gegebenenfalls eine gesonderte fachliche Beurteilung des Tragwerks. Aus Fotos oder Feuchtespuren allein lässt sich weder die Tragfähigkeit noch ein geeigneter Aufbau festlegen.