Wo wird das Wasser vom Anbaudach aufgenommen?
Bei geneigter Dachfläche kann die Traufe mit Rinne den Ausgangspunkt bilden; bei einem flachen Dach sind Ablauf, Gefälle und gegebenenfalls ein weiterer Wasserweg zu klären. Die Dachform allein legt noch keine Führung fest. Dachfläche, Tiefpunkte, Anschlüsse und Zugänglichkeit entscheiden, wo Wasser aufgenommen und für Wartung erreichbar bleibt.
Eigenes Fallrohr oder Anschluss an die vorhandene Entwässerung?
Ein neues Fallrohr lässt sich nicht allein deshalb an ein bestehendes Rohr anschließen, weil es in der Nähe liegt. Verlauf, Zustand und Aufnahmefähigkeit der vorhandenen Anlage müssen bekannt sein. Auch der weitere Weg über Leitungen und Grundstück ist zu klären. Erst dann lässt sich entscheiden, ob eine gemeinsame Führung sinnvoll ist oder eine andere Anordnung geplant werden muss. Die Bemessung und ein gegebenenfalls nötiger Anschluss an Grundstücksentwässerung gehören in die projektbezogene Fachabstimmung.
Was passiert am Übergang zum Haus?
Rinne, Ablauf und Fallrohr dürfen Regen nicht auf die Fuge zwischen Anbau und Bestand oder gegen Fassade und Sockel leiten. Bei einem Dachanschluss an Wand oder Bestandsdach müssen Abdichtung und Wasserführung zusammen betrachtet werden. Eine dichte Dachfläche löst die Frage nach dem Abfluss noch nicht; umgekehrt ersetzt eine neue Rinne keinen schadhaften Dachanschluss.
Welche Angaben helfen bei der ersten Anfrage?
- Adresse, Skizze oder Plan mit Lage und Größe des geplanten Anbaus
- Dachform und geplante Neigung sowie vorhandene Dach- und Entwässerungspläne, soweit bekannt
- Fotos von Traufe, Rinnen, Fallrohren, Hauswand und Grundstück vom sicheren Standort
- Bekannter Verlauf und Zustand der vorhandenen Regenwasserleitungen
- Hinweise auf Wasseransammlungen, Feuchtespuren oder frühere Änderungen am Bestand
Fehlen Leitungs- oder Bestandsangaben, wird die notwendige Aufnahme vor einer verbindlichen Ausführung geklärt. Bitte betreten oder öffnen Sie das Dach für Fotos nicht selbst.