Ist das Rohr selbst beschädigt?
Einzelne Tropfstellen an einer Verbindung, ein verformter Rohrabschnitt und ein über längere Strecke schadhaftes Fallrohr verlangen unterschiedliche Eingriffe. Entscheidend ist, wo Wasser tatsächlich austritt: schon oben am Einlauf, an einem Bogen, an der Längsnaht oder erst unten am Auslauf. Sichtbare Feuchtespuren an Putz und Sockel können einen Hinweis geben, ersetzen aber keine Ursachenprüfung.
Bei einer begrenzten Undichtigkeit kann eine gezielte Instandsetzung in Betracht kommen. Sind Rohr, mehrere Verbindungen oder die Befestigung insgesamt schadhaft, prüfen wir eine Erneuerung. Wenn Wasser bereits an der Dachrinne falsch überläuft, muss die Ursache dort geklärt werden; ein neues Fallrohr allein löst dieses Problem möglicherweise nicht. Für die gesamte Anlage finden Sie unsere Seite zur Dachrinne und Dachentwässerung.
Befestigung und Fassade zusammen betrachten
Rohrschellen müssen zum Wandaufbau und zum geplanten Verlauf passen. Lockerer Halt, ausgerissene Befestigungen oder Feuchte hinter dem Rohr sind deshalb Teil der Bestandsaufnahme. Bei einer Fassadensanierung kann sich der Abstand zur Wand ändern. Dann sind Befestigung und Führung neu abzustimmen, damit das Rohr zugänglich bleibt und Wasser nicht an Anschlüssen oder hinter die Bekleidung gelangt.
Auch das Material wird nicht allein nach der Farbe ausgewählt: vorhandene Rinne, Rohrteile, Verbindungssystem und sichtbare Übergänge müssen zusammenpassen. Maße und Material des Bestands helfen bei der ersten Einordnung; die passende Ausführung wird am Objekt festgelegt.
Oben und unten endet das Fallrohr nicht für sich
Am oberen Ende müssen Rinnenstutzen, Bögen und Rohrführung aufeinander abgestimmt sein. Unten ist zu klären, wohin das Wasser derzeit läuft und ob der sichtbare Anschluss schadhaft oder unklar ist. Eine ungeprüfte Ableitung auf Fassade, Sockel, Gehweg oder Nachbargrundstück ist keine Lösung. Die Eignung eines vorhandenen weiteren Anschlusses wird bei Bedarf mit der dafür zuständigen Fachplanung oder dem zuständigen Gewerk geklärt; ein Eingriff in unterirdische Leitungen ist damit nicht zugesagt.
Diese Angaben helfen bei Ihrer Anfrage
- Fotos des ganzen Rohrverlaufs sowie Nahaufnahmen von Einlauf, Bögen, Schellen und unterem Auslauf
- Ort der Tropfstelle und Zeitpunkt: bei jedem Regen, nur bei Starkregen oder auch ohne Niederschlag
- Ungefähre Gebäudehöhe, Zugänglichkeit und Hindernisse am Haus
- Bekanntes Material und Rohrmaß, falls ablesbar; geplante Arbeiten an Dach oder Fassade
- Fotos von Feuchtespuren an Wand oder Sockel und Angaben zum vorhandenen Ablauf
Bitte steigen Sie für die Fotos nicht auf das Dach oder auf unsichere Leitern. Aufnahmen vom Boden reichen für die erste Anfrage; nötige Maße und Anschlüsse klären wir anschließend vor Ort.