Wo liegt das Problem am Übergang?
Am Wandfuß treffen Fassade, Sockel, Gelände oder Pflaster und gegebenenfalls eine erdberührte Wand zusammen. Zeigen sich Feuchtezeichen unmittelbar an der Geländeoberkante, nach starkem Regen oder rund um einen einzelnen Anschluss? Das Schadensbild hilft, den Bereich einzugrenzen. Es beweist für sich allein weder einen Defekt der Abdichtung noch die Richtung des Feuchtewegs.
Auch Spritzwasser, ein veränderter Geländeverlauf, ein früherer Belag oder Feuchte aus einem angrenzenden Bauteil können eine Rolle spielen. Deshalb betrachten wir bei der Bestandsaufnahme Innen- und Außenspuren im Zusammenhang und halten die Ursache bis zur Klärung offen.
Für die Gefällefrage hilft eine Beobachtung bei Regen: Läuft Wasser vom Pflaster zur Wand, bleibt es am Wandfuß stehen oder fließt es sichtbar vom Gebäude weg? Halten Sie Belagshöhe, Rinnen und frühere Geländeänderungen fest. Eine solche Beobachtung ersetzt keine Prüfung der tatsächlichen Feuchteursache.
Welche Teile des Bestands müssen zusammenpassen?
Für die Planung sind der vorhandene Wand- und Sockelaufbau, frühere Abdichtungsarbeiten sowie die Übergänge zu Putz, Bekleidung und Gelände wichtig. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Türen, Durchdringungen und angrenzende Bauteile, soweit sie im betroffenen Bereich liegen. Ob und wie eine vorhandene Abdichtung weitergeführt oder erneuert werden kann, hängt von diesen Anschlüssen und der Zugänglichkeit ab.
Eine neue sichtbare Oberfläche allein beantwortet die Abdichtungsfrage nicht. Bei verdeckten Schichten kann sich der erforderliche Umfang erst nach einer geeigneten Öffnung und Prüfung des Untergrunds zeigen.