Holzvordach reparieren
Für die Prüfung einzelner Schäden und der Frage, ob ein Teilersatz möglich ist.
Zur Reparatur
Wenn das bisherige Vordach weichen soll, beginnt die Planung am bestehenden Gebäude. Alte Befestigungen, Fassade, Lastweg und Wasserablauf bestimmen, wie Rückbau und neuer Anschluss zusammenpassen.
Ein neues Vordach ist mehr als ein Austausch nach denselben Maßen. Ist die alte Konstruktion beschädigt, passt ihre Form nicht mehr zum Eingang oder wurde die Fassade verändert, müssen die bisherigen Anschlüsse und der neue Aufbau zusammen betrachtet werden.
Wenn mehrere Bauteile geschädigt sind, sich die Konstruktion verformt hat oder Wasser immer wieder am Wandanschluss eintritt, reicht eine einzelne ausgetauschte Leiste womöglich nicht aus. Auch eine neue Tür, ein geändertes Podest oder eine nachträglich gedämmte Fassade können den bisherigen Aufbau unpassend machen. Erst die Aufnahme vor Ort trennt einen begrenzten Reparaturfall vom Ersatz des gesamten Vordachs.
Liegt der Schaden nur an einem Holzbauteil und bleibt das übrige Dach geeignet, ist die Reparatur eines Holzvordachs die passendere Fragestellung. Für einen Eingang, an dem bisher kein Vordach vorhanden ist, geht es dagegen um die Planung einer neuen Hauseingangsüberdachung.
Vor dem Abbau ist festzuhalten, wo das Vordach an Wand und gegebenenfalls Stützen angeschlossen ist. Sind Befestigungen verdeckt, fehlen Unterlagen zum Wandaufbau oder zeigen sich Risse und Feuchtespuren an der Fassade, lässt sich der neue Anschluss nicht einfach an denselben Punkten festlegen. Bekleidung und Dämmung allein belegen keinen tragfähigen Untergrund. Welche Lasten die neue Konstruktion abtragen muss und welche Nachweise dafür erforderlich sind, wird am konkreten Gebäude geklärt.
Die Reihenfolge beginnt mit der Bestandsaufnahme: Maße, Stützen, Wandanschluss, Dachrand und sichtbare Wasserwege dokumentieren. Danach wird festgelegt, wie das alte Dach sicher abgenommen und die freigelegte Wandstelle beurteilt wird. Erst dann lässt sich entscheiden, welche alten Befestigungen entfernt oder aufgearbeitet werden müssen und wie die neue Konstruktion an den vorhandenen Untergrund anschließt. Eine überdeckte Öffnung oder beschädigte Fassadenstelle darf nicht einfach hinter dem neuen Dach verschwinden.
Beim neuen Vordach sind Befestigung und gegebenenfalls Stützen als gemeinsamer Lastweg zu betrachten. Lage und Höhe müssen weiterhin zu Türbewegung, Podest und Zugangsweg passen. Material und Dachform bleiben Auswahlfragen; die konkrete Tragwerks- und Anschlussplanung ergibt sich aus dem aufgenommenen Bestand.
Ein alter Wasserfleck kann vom Dachbelag, dem Wandanschluss, einer Tropfkante oder einer Rinne stammen. Vor der neuen Ausführung wird deshalb der Weg vom Dach über Gefälle und Dachrand bis zum Ablauf betrachtet. Das Wasser soll nicht unbemerkt an der Fassade entlang oder auf Podest und Stufen geführt werden. Ob die vorhandene Dachentwässerung genutzt werden kann, ist am Objekt zu prüfen.
Fotos helfen bei der ersten Einordnung. Verdeckte Befestigungen, Wandaufbau und Tragfähigkeit lassen sich daraus nicht abschließend beurteilen. Auch erforderliche Nachweise und baurechtliche Fragen werden für das konkrete Vorhaben geprüft.
Für die Prüfung einzelner Schäden und der Frage, ob ein Teilersatz möglich ist.
Zur ReparaturWenn noch kein Vordach vorhanden ist und Dachfläche, Tür und Podest erst geplant werden.
Zur EingangsplanungWenn besonders Fußpunkt, Kopfanschluss und Funktion einer vorhandenen Stütze betroffen sind.
Zur StützenseiteBeschreiben Sie das vorhandene Dach und den Grund für den Austausch. Fotos und vorhandene Unterlagen helfen, die Bestandsaufnahme vorzubereiten.