Markieren Sie vor der Bestellung, welche Flächen des eingebauten Betonfertigteils sichtbar bleiben. Die gegen eine Form hergestellte Fläche und die freie Einfüllseite können nach FDB herstellungsbedingt nicht gleich aussehen. Die Angabe glatt beschreibt diese Seiten deshalb noch nicht eindeutig.
Das Bauteil in eingebauter Lage betrachten
Bei einem Bauteil mit mehreren sichtbaren Seiten genügt es nicht, nur eine schöne Frontansicht zu bestellen. Betrachten Sie auch Oberseite, Unterseite, seitliche Flächen und Bereiche an einer Öffnung. Markieren Sie in der Zeichnung, welche davon später frei sichtbar sind und welche durch einen weiteren Aufbau verdeckt werden.
Diese Zuordnung sollte vor der Fertigung vorliegen. Eine erst während der Montage anders gedachte Einbaulage kann eine ursprünglich verdeckte Fläche in den Blick rücken. Auch der Wunsch nach einer beidseitig sichtbaren Konstruktion braucht deshalb eine konkrete Angabe der jeweiligen Sichtflächen.
Geglättet und glatt geschalt sind unterschiedliche Seiten
Das FDB-Merkblatt unterscheidet die gegen die Schalung hergestellten Flächen von der Einfüllseite. Für seine Standardausführung ist eine sichtbar bleibende Einfüllseite geglättet, eine später nicht sichtbare Seite abgezogen. Diese Begriffe beschreiben die unterschiedlichen Bearbeitungsschritte und sind keine Zusage eines auf beiden Seiten gleichen Erscheinungsbilds.
Der Verband hält ausdrücklich fest, dass eine geglättete Einfüllseite nicht genauso aussehen kann wie die geschalte glatte Seite. Wird für ein Projekt eine besondere allseitige Wirkung gewünscht, muss diese mit dem Hersteller und der Planung besprochen werden. Das bloße Wort glatt löst den Unterschied der Herstellungsseiten nicht auf.
Sichtflächen eindeutig in der Zeichnung markieren
Vergeben Sie nachvollziehbare Flächenbezeichnungen, die auch in Angebot und Zeichnung wieder auftauchen. Halten Sie geplante Verkleidungen oder Beläge an derselben Stelle fest. Eine kleine Materialprobe einer Seite wird so nicht versehentlich als Darstellung aller übrigen Seiten des vollständigen Bauteils verstanden.
Für die Abstimmung mit Appiarius helfen Einbauskizze, Blickrichtungen und markierte Sichtflächen. Der bestätigte Bauumfang kann dann mit den passenden Angaben eines Fertigteilherstellers verbunden werden. Maßgeblich bleibt das beschriebene vollständige Element; aus einer einzelnen glatten Musteroberfläche folgt keine allseitige Gleichheitszusage.
Für die Anfrage bereithalten
- Einbaulage und spätere Blickrichtungen zeigen
- Alle sichtbaren Seiten markieren
- Schalfläche und Einfüllseite zuordnen
- Flächenbezeichnungen in Unterlagen übernehmen
Häufige Fragen
Sehen geglättet und glatt geschalt gleich aus?
Nach FDB können Einfüllseite und Schalfläche herstellungsbedingt nicht dasselbe Erscheinungsbild haben.
Warum muss eine später verdeckte Seite angegeben werden?
Die vorgesehene Sichtbarkeit beeinflusst die beschriebene Bearbeitung. Eine später geänderte Einbaulage kann diese Zuordnung verändern.