Vor der Bestellung von Brettschichtholz wird festgelegt, ob das tragende Bauteil geschützt liegt oder frei bewittert ist. Die Eignung wird am konkreten Herstellerprodukt und Einsatz geprüft. Sichtqualität allein beantwortet diese Frage nicht.
Den tatsächlichen Einbauort beschreiben
Ein Träger unter einem schützenden Dach und eine frei stehende Stütze können auf der Materialliste beide als Brettschichtholz erscheinen. Ihr Einbauort ist trotzdem unterschiedlich. Zeichnen Sie ein, welche Flächen tatsächlich Regen abbekommen und welche durch die vorgesehene Konstruktion geschützt werden.
Die Angabe Brettschichtholz beschreibt noch kein beliebiges Produkt für jede Außenlage. Auch eine besonders gleichmäßige Sichtoberfläche bestätigt keine Eignung für freie Bewitterung. Vereinbaren Sie deshalb die tatsächliche Beanspruchung vor der Materialbestellung und lassen Sie das dafür vorgesehene Herstellerprodukt benennen.
Die Außeneignung produktbezogen prüfen
HASSLACHER beschreibt Brettschichtholz aus Lärche und Douglasie für Außenanwendungen und behandelt in seiner Produktinformation ausdrücklich frei bewitterte Konstruktionen. Für Lärche nennt die technische Darstellung zudem eine Zuordnung zu Nutzungsklassen mit Bedingungen an den Lamellenaufbau. Das ist ein produktbezogener Auswahlbeleg, keine pauschale Aussage über jedes Leimholz.
Die Holzart wird dadurch nicht zur alleinigen Freigabe einer Konstruktion. Ein konkreter Querschnitt, Aufbau und Einsatz werden zusammen geprüft. Ebenso wenig werden aus Referenzfotos eine unbegrenzte Lebensdauer oder eine Wartungsfreiheit abgeleitet. Ein schönes Außenprojekt zeigt zunächst, welches bezeichnete Produkt dort verwendet wurde.
Holzschutz und Bestellung zusammenführen
Der konstruktive Holzschutz bleibt Bestandteil der Planung. Auch bei einem für Außenanwendungen ausgewählten Produkt werden Wasserführung, Anschlüsse und mögliche Trocknung betrachtet. Eine nachträglich gewählte Beschichtung ersetzt weder diese Details noch eine fehlende Zuordnung des tragenden Holzprodukts.
Appiarius nimmt die tatsächliche Wettersituation mit dem Holzbauvorhaben auf. Hilfreich sind Schnitt, Dachüberstand und Fotos vergleichbarer Stellen am Gebäude. Im Angebot werden Materialprodukt, sichtbare Oberflächen und konstruktive Maßnahmen zusammen beschrieben. Ändert sich der Entwurf von geschützt zu frei bewittert, wird die Materialwahl erneut geprüft.
Für die Anfrage bereithalten
- Geschützte und bewitterte Flächen markieren
- Konkretes BSH-Produkt benennen
- Eignung und Aufbau bestätigen lassen
- Holzschutzdetails mitbestellen
Häufige Fragen
Belegt Sichtqualität die Eignung für freie Bewitterung?
Nein. Optische Oberflächenqualität und Eignung für den tatsächlichen Einbau sind getrennte Angaben.
Reicht eine bestimmte Holzart als vollständige Freigabe?
Die Zuordnung betrifft das konkrete Herstellerprodukt, seinen Aufbau und den vorgesehenen Einsatz. Die Holzart allein ersetzt diese Prüfung nicht.