Bei einer Teilerneuerung wird auch die Materialfolge entlang des Wasserwegs geprüft. RHEINZINK fordert, Kupfer oberhalb von Zink zu vermeiden. Lassen Sie deshalb angrenzende Dachbauteile und die vorhandene Entwässerung zusammen aufnehmen.

Vier Prüfschritte: Wasserweg zeigen; Material erfassen; Folge abgleichen; Ersatz festlegen
Aufnahme in vier Schritten. Die konkrete Ausführung wird am vorhandenen System geprüft.

Den Wasserweg über das neue Bauteil hinaus zeigen

Wenn nur ein Abschnitt der Dachentwässerung ersetzt wird, bleiben meist andere Metallbauteile erhalten. Fotografieren Sie deshalb den ganzen sichtbaren Verlauf und die darüberliegenden Anschlüsse. Die Materialwahl für das neue Stück wird mit der vorhandenen Anlage abgestimmt, nicht allein mit der gewünschten Farbe.

RHEINZINK nennt in seiner Checkliste unter Kontaktkorrosion ausdrücklich die Vorgabe, Kupfer oberhalb von Zink zu vermeiden. Für die Aufnahme zählt somit auch, welche Bauteile oberhalb der geplanten Zinkrinne oder des Zinkfallrohrs liegen. Eine Übersicht kann solche Zusammenhänge besser zeigen als nur die beschädigte Verbindung.

Materialfolge vor der Bestellung abgleichen

Zeigen Sie insbesondere den Weg des Niederschlagswassers von der Dachfläche über Abdeckungen und Anschlüsse bis zur Rinne. Wenn Materialangaben fehlen, kennzeichnen Sie diese als unbekannt. Aus der sichtbaren Färbung lässt sich das Material eines älteren oder beschichteten Bauteils nicht immer zuverlässig zuordnen.

Die Herstellervorgabe bedeutet keine pauschale Unverträglichkeit aller unterschiedlichen Metalle. Die RHEINZINK-Unterlage nennt auch kombinierbare Materialien. Welche Ausführung zum vorhandenen Dach passt, wird anhand der konkreten Materialien, ihrer Lage und der geplanten Anschlüsse fachlich bestätigt.

Die Teilerneuerung mit angrenzenden Flächen abstimmen

Werden gleichzeitig Dach, Fassade oder eine Abdeckung erneuert, gehören diese Änderungen in denselben Planstand. Auch angrenzende Baustoffe werden aufgenommen; die Quelle nennt beispielsweise frischen Mörtel und bestimmte saure Abschwemmungen als relevante Einflüsse. Ein nur nach Farbe ausgewähltes Ersatzstück blendet solche Bedingungen aus.

Nennen Sie Appiarius bekannte Materialien und geplante weitere Arbeiten. Gesamtfotos und Unterlagen zu älteren Erneuerungen helfen bei der Bestandsaufnahme. Das Angebot kann danach den passenden Ersatz und erforderliche Anschlussarbeiten beschreiben, statt die Materialfolge erst während der Montage zu klären.

Für die Anfrage bereithalten

  • Gesamten Wasserweg und darüberliegende Bauteile zeigen
  • Bekannte Metallarten mit Unterlagen belegen
  • Kupfer oberhalb geplanter Zinkteile fachlich abgleichen
  • Gleichzeitige Dach- und Fassadenänderungen benennen

Häufige Fragen

Sind alle unterschiedlichen Metalle am Dach unverträglich?

Nein. Die konkrete Kombination und ihre Lage werden geprüft. RHEINZINK benennt neben zu vermeidendem Kupfer oberhalb Zink auch kombinierbare Materialien.

Reicht ein Foto der undichten Rohrverbindung?

Für diese Auswahl sollten auch der obere Wasserweg und angrenzende Bauteile erkennbar sein.

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Fachquellen