Legen Sie Größe und Lage einer Duschnische erst fest, wenn Wandaufbau, vorhandene Leitungen und der Anschluss an die Flächenabdichtung geklärt sind. Die Tiefe der späteren Ablage ist dabei nur ein Maß: Auch das Einbauelement und der verbleibende Wandaufbau brauchen Platz.
Die gewünschte Ablage im fertigen Bad zeigen
Stellen Sie zusammen, was in der Nische stehen soll: hohe Pflegeflaschen, mehrere Produkte oder ein zusätzlicher Zwischenboden. Zeichnen Sie die gewünschte Greifhöhe aus Sicht der späteren Nutzer ein. Eine schöne schmale Aussparung auf einem Foto kann für die eigenen Flaschen zu niedrig oder für mehrere Personen zu knapp sein.
Unterscheiden Sie Außenmaß des Einbauelements und nutzbaren Innenraum nach dem Belag. Auch Fliesendicke und Eckausbildung verändern die sichtbare Öffnung. Zeigen Sie das gewünschte Fugenbild, ohne daraus schon ein Ausschnittmaß abzuleiten. Eine Zeichnung mit der Bezeichnung „fertige Ablage“ verhindert, dass ein Gestaltungsmaß als Rohbauöffnung bestellt wird.
Der Hohlraum braucht eine geeignete Wand
Schlüter-Systems verlangt in seiner Nischenplanung die Prüfung von Wandstärke, Tragfunktion und Leitungsverläufen. Für Duschnischen beschreibt der Hersteller außerdem die Verbindung mit der Abdichtung der umgebenden Fläche. Ein vorkonfektioniertes Element allein bestätigt deshalb nicht die Eignung der vorhandenen Wand.
Bei einer bestehenden Dusche sind verdeckte Schichten zunächst unbekannt. Ein Rücksprung darf weder aus der sichtbaren Fliesenfläche noch aus einer vermeintlich dicken Wand abgeleitet werden. Lassen Sie klären, welche Bestandsinformationen fehlen und ob eine andere Position oder eine separate Vorwand den gewünschten Stauraum sinnvoller ermöglicht.
Den Nischenanschluss vor dem Fliesen festlegen
Beispiel einer Planungsänderung: Hinter der zunächst gewählten Nischenposition liegt eine bekannte Leitung. Die Ablage wird im Entwurf versetzt, bevor Wand und Belag geöffnet werden. Der Fliesenspiegel wird anschließend auf die neue Lage abgestimmt. Das Beispiel beschreibt eine Entscheidung und kein ausgeführtes Appiarius-Projekt.
Bei Appiarius wird der mögliche bauliche Ausbauumfang am Vorhaben aufgenommen. Nischenkörper, Wandänderung, Dichtanschluss und Fliesenarbeiten erhalten jeweils eine klare Zuständigkeit. Eine Beleuchtung wird früh als zusätzliche Elektroaufgabe benannt. Für ein bereits fertiges Bad ist eine nachrüstbare Ablage eine eigene Alternative, die keinen neuen Wandhohlraum voraussetzt.
Für die Anfrage bereithalten
- Gewünschte nutzbare Ablagegröße und Greifhöhe
- Wandmaterial und bekannte Tragfunktion
- Vorhandene Pläne zu Rohren und Leitungen
- Fliesenraster, Eckausbildung und fertige Maße
- Ausführung und Prüfung des Dichtanschlusses
Häufige Fragen
Reicht die gemessene Wanddicke als Freigabe für die Nische?
Nein. Verbleibender Aufbau, Tragfunktion, Leitungen und der geplante Nischenanschluss werden gemeinsam geprüft.
Ist eine fertige Nischenbox bereits der komplette Dichtanschluss?
Das Element muss passend zum gewählten System mit der Abdichtung der Wand verbunden werden. Dieser Übergang bleibt eine eigene Ausführungsaufgabe.