Bei rückseitig netzverklebtem Glasmosaik liegen Netz und Netzklebstoff zwischen den Steinen und dem Verlegemörtel. Diese Trägerausführung muss für die geplante Wasserbelastung mit geprüft werden. Eine passende Kleberbezeichnung allein bestätigt den gesamten Mosaikbogen nicht.

Vier Prüfschritte: Bogen bemustern; Trägerlage zeigen; Wasserlast zuordnen; Kombination bestätigen
Aufnahme in vier Schritten. Die konkrete Ausführung wird am vorhandenen System geprüft.

Den Mosaikbogen von beiden Seiten bemustern

Zwei Bögen können auf der Vorderseite fast gleich aussehen und trotzdem verschieden aufgebaut sein. Bei vorderseitig aufgeklebtem Papier oder transparenter Folie bleibt die Steinrückseite als Verlegeseite frei. Ein rückseitiges Netz verbleibt dagegen in der späteren Kontaktzone zum Mörtel. Für die Auswahl zählt deshalb mehr als Farbe und Bogengröße.

Lassen Sie die konkrete Lieferform zusammen mit Produktbezeichnung und vorgesehener Einbaustelle aufnehmen. Bei einer Duschwand wird auch die Wasserbeanspruchung benannt. Ein Muster ohne sichtbare Rückseite oder eine allgemeine Angabe Glasmosaik geeignet reicht für diese Zuordnung nicht. Der Fachbetrieb braucht die Unterlagen zum tatsächlich bestellten Produkt.

Das Netz ist Bestandteil der Verbindung

PCI erläutert in seinem technischen Beitrag, dass ein rückseitiges Netz die direkte Kontaktfläche reduziert. Bei dauernder Nassbelastung kann zudem die Netzverklebung betroffen sein. Der Hersteller rät im dort beschriebenen Zusammenhang von dieser Lieferform im Nassbereich ab. Die Verbindung zwischen Stein, Träger und Verlegemörtel wird damit zu einer eigenen Auswahlfrage.

Daraus wird hier kein zeitloses Verbot jedes heutigen Netzprodukts abgeleitet. Entscheidend sind die konkrete Trägerkonstruktion, die vorgesehene Beanspruchung und die bestätigte Kombination mit dem Verlegesystem. Ein für Glas geeigneter Mörtel beseitigt eine ungeklärte Eignung des Netzklebstoffs nicht automatisch. Bei fehlender Bestätigung wird die Materialauswahl vor der Ausführung geklärt.

Die Trägerfrage vor Bestellung und Verlegung schließen

Bitten Sie um eine nachvollziehbare Zuordnung von Mosaikprodukt, Trägerart, Wasserbelastung und Verlegesystem. Wird später ein anderer Bogen geliefert, wird auch dessen Rückseite erneut abgeglichen. Die Einzelsteinmaße für eine Entkopplungsmatte und der Abdichtungsaufbau bleiben zusätzliche Prüfungen; beide beantworten die Eignung der Trägerverklebung nicht.

Appiarius kann diese Materialabstimmung für die vereinbarten Fliesenarbeiten im Bestandsumbau aufnehmen. Hilfreich sind ein vollständiges Muster, Produktunterlagen und ein Plan der betroffenen Wand- oder Bodenfläche. Eine Schwimmbeckenausführung wird daraus nicht zugesagt. Bei bereits verlegtem unbekanntem Mosaik legt die Fachperson fest, welche weitere Klärung erforderlich ist.

Für die Anfrage bereithalten

  • Mosaikbogen einschließlich Rückseite zeigen
  • Trägerart und tatsächliches Produkt benennen
  • Wasserbelastung der Einbaustelle zuordnen
  • Bestätigte Materialkombination vor Bestellung festhalten

Häufige Fragen

Bestätigt ein Glaskleber auch das rückseitige Netz?

Die Eignung des Mörtels ersetzt nicht die Prüfung von Netz, Netzklebstoff und vorgesehener Wasserbelastung.

Ist eine vorderseitige Folie dasselbe wie ein Rückseitennetz?

Ihre Lage ist anders: Die Folie hält die Vorderseite zusammen, während das rückseitige Netz in der späteren Kontaktzone liegt. Die konkrete Lieferform wird geprüft.

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Fachquellen