Eine werkseitige Beschichtung der Fassadenfläche ersetzt die Behandlung neuer Schnittenden nicht. Legen Sie vor der Montage fest, welche bauseitigen Schnitte entstehen und wie deren Nacharbeit zum gewählten System gehört.

Vier Prüfschritte: Schnitte erfassen; System prüfen; Nacharbeit zuordnen; Anschluss bestätigen
Aufnahme in vier Schritten. Die konkrete Ausführung wird am vorhandenen System geprüft.

Neue Schnittfläche im Ablauf berücksichtigen

Werkseitig beschichtete Bretter können auf der Baustelle noch gekürzt oder an Anschlüssen angepasst werden. Dabei entsteht eine neue Schnittfläche. Halten Sie diese Stellen im Montageablauf fest, statt aus der beschichteten Sichtfläche auf eine bereits vollständig erledigte Oberflächenarbeit zu schließen.

Der Mocopinus-Fassadenkatalog verlangt für die dort beschriebenen beschichteten KSP- und CUB-Profile eine Nachbehandlung aller Schnitt- und Hirnholzkanten. Die genaue Ausführung wird im zugehörigen Systemhinweis beschrieben. Diese Anforderung darf nicht pauschal auf jede andere Holzart oder Beschichtung übertragen werden.

Die Vorgabe gehört zum konkreten Profil

Besprechen Sie, ob die Bauteile werkseitig passend zugeschnitten werden oder ob Schnitte vor Ort vorgesehen sind. Beide Wege brauchen eine eindeutige Zuordnung der verbleibenden Oberflächenarbeit. Ein optimierter Zuschnitt beantwortet nicht automatisch jede spätere Anpassung an eine vorhandene Öffnung.

Gerade an Ecken, Fensterlaibungen und kurzen Ergänzungsstücken kann die sichtbare Fläche wenig über die Brettenden aussagen. Zeigen Sie diese Anschlussstellen in der Bestandsaufnahme. Die Nacharbeit sollte erfolgen können, bevor die betreffende Fläche durch andere Teile schwer erreichbar wird.

Leistung und erreichbare Stellen zuordnen

Im Angebot sollten Profil, Beschichtungssystem und der Umgang mit bauseitigen Schnittstellen nachvollziehbar zusammenstehen. Fragen Sie, wer die erforderliche Nachbehandlung ausführt und welches zugehörige Material verwendet wird. Daraus entsteht eine prüfbare Leistungsgrenze zwischen Lieferung und Montage.

Appiarius kann die Bekleidung und die geplanten Anschlussarbeiten am Gebäude aufnehmen. Nennen Sie bei der Anfrage vorhandene Produktunterlagen und gewünschte Teilflächen. Die konkrete Schnittkantenbehandlung wird dann zum ausgewählten System und zum tatsächlichen Montageumfang bestätigt.

Für die Anfrage bereithalten

  • Werkbeschichtung und neue Schnittenden unterscheiden
  • Bauseitige Anpassungen im Ablauf benennen
  • Zugehöriges System für die Nacharbeit festhalten
  • Verantwortung zwischen Lieferung und Montage zuordnen

Häufige Fragen

Ist ein gekürztes Brett durch die Werkbeschichtung überall geschützt?

Die neu entstandene Schnittfläche muss nach den Hinweisen des konkreten Systems gesondert berücksichtigt werden.

Gilt derselbe Aufbau für jede Holzfassade?

Nein. Maßgeblich sind das verwendete Profil, Holz und Beschichtungssystem.

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Fachquellen