SPAX unterscheidet die Wirkungen von Teil- und Vollgewinde. Ein Vollgewinde zieht einen vorhandenen Spalt nicht wie ein freier Schaft im oberen Bauteil automatisch zu; der vorgesehene Kontakt wird vor dem Verschrauben hergestellt.

Vier Prüfschritte: Spalt aufnehmen; Gewinde zuordnen; Kontakt klären; Verbindung planen
Vier Prüfschritte zur Aufnahme. Die Ausführung wird am konkreten System fachlich bestätigt.

Die vier Prüfschritte

  1. Spalt aufnehmen

    Den vorhandenen Spalt vor der Montage zeigen. Seine Größe und die vorgesehenen Kontaktflächen gehören zur Anschlussaufnahme; die sichtbare Schraubenkopfgröße erklärt die Wirkung des Gewindes nicht.

  2. Gewinde zuordnen

    Teil- und Vollgewinde dem Anschluss zuordnen. Ein passendes Teilgewinde kann das Dichtziehen ermöglichen; ein Vollgewinde erfasst beide Hölzer und schließt einen vorhandenen Abstand nicht automatisch auf dieselbe Weise.

  3. Kontakt klären

    Bei der geplanten Vollgewindeverbindung müssen die Bauteile bereits in ihrer vorgesehenen Lage zusammengebracht sein. Wie dieser Kontakt hergestellt wird, gehört zur fachlichen Montageplanung.

  4. Verbindung planen

    Im Ausführungsumfang Kontakt herstellen und Verbindung befestigen unterscheidbar bestätigen lassen. Zeigt die Probepositionierung einen größeren Abstand, wird die Verbindung vor der dauerhaften Befestigung erneut geprüft.

Den vorhandenen Spalt als eigene Aufgabe aufnehmen

Zwischen zwei zu verbindenden Hölzern bleibt zunächst ein Spalt. Die Schraube soll ihn beim Einschrauben schließen. Ob diese Erwartung zur gewählten Schraube passt, hängt auch davon ab, wo ihr Gewinde in den beiden Bauteilen greift. Die sichtbare Schraubenkopfgröße beantwortet diese Frage nicht.

Zeigen Sie den Anschluss vor der Montage und benennen Sie, welche Flächen später aneinanderliegen sollen. Bei einem vorhandenen tragenden Anschluss wird ein Spalt zunächst nach Ursache und Funktion beurteilt. Das bloße Zusammenziehen kann einen ungeklärten Lastweg oder eine erforderliche Bewegungsmöglichkeit verändern.

Die Gewindewirkung zur Montagefolge zuordnen

SPAX erläutert den Unterschied zwischen Teil- und Vollgewinde. Beim passenden Teilgewinde kann der gewindefreie Schaft im oberen Bauteil das Dichtziehen ermöglichen. Ein Vollgewinde erfasst dagegen beide Hölzer. Ein dazwischen vorhandener Abstand wird dadurch nicht automatisch auf dieselbe Weise geschlossen.

Für eine geplante Vollgewindeverbindung müssen die Bauteile daher bereits in der vorgesehenen Lage zusammengebracht sein. Wie dies fachgerecht erfolgt, gehört zur Montageplanung. Eine stärkere Schraube ist keine pauschale Antwort auf eine Fuge, die mit der gewählten Gewindewirkung bestehen bleiben kann.

Kontakt und Verbindung gemeinsam bestätigen

Lassen Sie im Ausführungsumfang unterscheiden, wie der vorgesehene Bauteilkontakt hergestellt und wie die Verbindung anschließend befestigt wird. Beispielsweise kann ein größerer Abstand erst bei der Probepositionierung sichtbar werden. Dann wird die geplante Verbindung erneut geprüft, bevor die Befestigung diesen Zustand dauerhaft festlegt. Ein Bild nur von der oberen Kante lässt etwa offen, ob die vorgesehenen Kontaktflächen auch im übrigen Anschlussbereich bereits anliegen.

Appiarius kann den Holzanschluss mit Gewindeausführung, Kontaktflächen und erforderlicher Fachplanung abstimmen. Hilfreich sind eine Übersicht, Detailbilder und vorhandene Anschlusszeichnungen. Schraubendurchmesser, Länge und Abstände werden nicht allein nach der sichtbaren Fuge gewählt; dieser Beitrag liefert keine Bemessung oder Anweisung zum Nachziehen eines tragenden Anschlusses.

Für die Anfrage bereithalten

  • Gewindeausführung eindeutig benennen
  • Vorgesehenen Kontakt beider Hölzer zeigen
  • Spaltursache im Bestand fachlich aufnehmen
  • Kontakt herstellen und Befestigung zusammen planen

Häufige Fragen

Zieht jede Vollgewindeschraube die Hölzer dicht zusammen?

Diese Wirkung wird nicht pauschal vorausgesetzt. SPAX unterscheidet sie von einer passenden Teilgewindeausführung; der vorgesehene Kontakt wird vor der Montage geklärt.

Kann ein bestehender Spalt einfach nachgezogen werden?

Bei einem vorhandenen Anschluss werden zuerst Ursache, Funktion und Lastweg geprüft. Die Schraube allein entscheidet den Eingriff nicht.

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Fachquellen