Bei einer nassen Kernbohrung wird vorab geklärt, wie Bohrwasser und Schlamm aufgefangen und behandelt werden. Fertige Oberflächen und weiter genutzte Räume gehören in die Verfahrensplanung. Die allgemeine Zusage einer späteren Reinigung beschreibt dieses Wassermanagement noch nicht.
Die fertig genutzte Umgebung zeigen
Eine Kernbohrung in einem bereits bewohnten Gebäude betrifft mehr als den später sichtbaren Durchmesser. Zeigen Sie fertige Böden, Wandflächen, Möbel und angrenzende genutzte Bereiche. Beschreiben Sie, welche Räume während der Arbeiten zugänglich bleiben sollen. Der Betrieb kann damit Verfahren und Arbeitsbereich konkret abstimmen.
Der geplante Bohrort braucht zuvor seine fachliche Freigabe hinsichtlich Bauteil und möglicher Leitungen. Diese Prüfung wird durch eine saubere Arbeitsmethode nicht ersetzt. Ebenso werden bekannte Feuchte- oder Schadstoffbefunde vor Beginn benannt. Ein Gerät für die Wasseraufnahme beantwortet keine dieser Bestandsfragen.
Bohrwasser als eigenen Arbeitsstrom planen
Für nasses Bohren erläutert Hilti beim DD-WMS100 das Auffangen von Bohrschlamm, die Filterung und die erneute Nutzung des Bohrwassers. Das ist ein Herstellerbeispiel für zugeordnetes Wassermanagement. Daraus folgt keine Zusage, dass jede Bohrung mit demselben Gerät oder vollständig ohne Schutzmaßnahmen möglich ist.
Fragen Sie, wo das anfallende Wasser aufgenommen wird und welche Flächen gegen eine unbeabsichtigte Verteilung geschützt werden. Der ausführende Betrieb benennt die passende Methode. Eine lose bereitgestellte Wanne oder der Hinweis auf einen vorhandenen Bodenablauf beschreibt noch keinen abgestimmten Ablauf für die konkrete Bohrstelle.
Schutz und Reinigung im Umfang festhalten
Halten Sie fest, wer den Arbeitsbereich vorbereitet, wer Schlamm und aufgenommenes Wasser behandelt und wer die vereinbarte Schlussreinigung übernimmt. Die Entsorgung wird dem ausführenden Betrieb zugeordnet. Verfahrensbedingte Feuchtigkeit darf nicht durch eine pauschale Behauptung sauberer oder staubfreier Arbeit aus der Abstimmung verschwinden.
Appiarius kann Kernbohrung und angrenzende Ausbauarbeiten als gemeinsamen Umfang aufnehmen. Hilfreich sind Bohrplan, Bestandsfotos und Angaben zur fortlaufenden Raumnutzung. Im Angebot stehen die erforderliche fachliche Freigabe, das gewählte Verfahren und der Schutzumfang. Die bauliche Öffnung und der gereinigte Übergabezustand werden damit jeweils nachvollziehbar beschrieben.
Für die Anfrage bereithalten
- Fertige Oberflächen und genutzte Nachbarräume zeigen
- Bohrort und verdeckte Bestandspunkte fachlich klären
- Auffangen und Behandlung von Bohrwasser benennen
- Schutz, Entsorgung und Übergabereinigung zuordnen
Häufige Fragen
Reicht eine zugesagte Reinigung nach dem Bohren?
Vor Beginn wird zusätzlich das Auffangen und Behandeln von Bohrwasser und Schlamm abgestimmt.
Ersetzt Wassermanagement die Freigabe des Bohrorts?
Nein. Bauteil, Leitungen und weitere Bestandsrisiken werden unabhängig davon fachlich geprüft.