Bei Luftporenbeton kann sich der Luftporengehalt nach der Lieferung durch Pumpen, Einbringen oder Verdichten verändern. Ein früher Messwert beschreibt daher nicht automatisch den späteren Zustand. Der geforderte Luftgehalt und der dazu passende Prüfzeitpunkt werden ausdrücklich abgestimmt.
Den Messwert mit seinem Zeitpunkt lesen
Für ein Bauteil ist ausdrücklich Luftporenbeton vorgesehen. Vor der Förderung liegt ein Messwert vor; anschließend wird der Beton gepumpt und eingebaut. Ob derselbe Befund den maßgeblichen Zustand beschreibt, hängt davon ab, wann der geforderte Luftgehalt vorhanden sein muss.
Notieren Sie deshalb zum Prüfwert auch den Bezug im Ablauf. Die Angabe vor dem Pumpen ist eine andere Zuordnung als nach einem bestimmten Verarbeitungsschritt. Ein einzelner Zahlenwert ohne Zeitpunkt lässt diese Frage offen und wird nicht nachträglich allein durch die Bauteilbezeichnung vervollständigt.
Förderung kann den Luftporengehalt verändern
Das Merkblatt Bereiten und Verarbeiten von Beton weist auf möglichen Luftporenverlust während Pumpen, Einbringen und Verdichten hin. Es empfiehlt die Abstimmung zwischen Verfasser der Betonfestlegung, Hersteller und Verwender darüber, zu welchem Zeitpunkt der erforderliche Luftgehalt vorhanden sein muss. Danach richtet sich der Prüfzeitpunkt.
Das ist keine allgemeine Anweisung, jede Betonlieferung immer nach demselben Schritt zu messen. Der Beitrag legt keinen Sollwert oder Prüfaufbau fest. Luftporenbeton, tatsächliches Förderverfahren und die vorgesehene Beurteilung müssen zu demselben Anforderungsfall gehören; eine normale Annahmeprüfung beantwortet diese spezielle Prozessfrage nicht allein.
Den benötigten Prüfzustand vorab vereinbaren
Wenn ein bislang direkt eingebauter LP-Beton nun über eine Pumpe gefördert werden soll, wird der Prüfplan vorab erneut abgestimmt. Zuständige Person, Probe beziehungsweise Messzustand und Umgang mit Abweichungen werden festgelegt. Eine frühere unauffällige Lieferung bestätigt den veränderten Ablauf nicht automatisch. Bei vorhandenen Protokollen werden daher nicht nur die Zahlen verglichen, sondern auch ihre zugeordneten Prozessschritte. Zwei gleich bezeichnete Betonlieferungen können in dieser Hinsicht unterschiedliche dokumentierte Prüfbedingungen besitzen.
Appiarius kann den Punkt bei kleineren Betonarbeiten nach Planung an Hersteller und zuständige Fachperson weitergeben. Ein eigener Laborumfang oder eine Frostbeständigkeitsgarantie folgt daraus nicht. Halten Sie Betonfestlegung, geplanten Förderweg und bereits vorhandene Prüfunterlagen zusammen bereit.
Für die Anfrage bereithalten
- Geplanten LP-Beton eindeutig benennen
- Messwerte mit ihrem Zeitpunkt erfassen
- Geforderten Luftgehalt und Prüfzustand fachlich abstimmen
- Änderungen des Förderverfahrens im Prüfplan berücksichtigen
Häufige Fragen
Gilt der Luftgehalt vor dem Pumpen automatisch auch danach?
Fördern und Verarbeiten können ihn verändern. Maßgeblicher Zustand und Prüfzeitpunkt werden fachlich abgestimmt.
Gibt es hier einen allgemeinen Sollwert?
Nein. Anforderung und Bewertung gehören zur konkreten Betonfestlegung und zuständigen Fachprüfung.