Eine geschnittene Porenbeton-Stoßfläche ist nicht dieselbe Kontaktfläche wie die unveränderte Nut-Feder-Seite. PORIT zeigt für diese Schnittflächen eine vollflächige Vermörtelung mit Dünnbettmörtel. Der Passstein wird daher zusammen mit seiner Fugenbehandlung geplant.

Vier Prüfschritte: Passstück zeigen; Schnittfläche prüfen; Mörtel zuordnen; Vor Verschluss klären
Aufnahme in vier Schritten. Die konkrete Ausführung wird am vorhandenen System geprüft.

Den Passstein an seiner tatsächlichen Kontaktfläche erkennen

Beim Längenausgleich einer Wand wird ein Stein passend zugeschnitten. Dabei kann die ursprüngliche Nut-Feder-Ausbildung an einer Seite entfallen. Ein korrektes Außenmaß beantwortet deshalb noch nicht, wie das Stück innerhalb der Wand angeschlossen wird. Entscheidend ist, welche Fläche nach dem Zuschnitt tatsächlich an den nächsten Stein grenzt.

Zeigen Sie die Lage vorgesehener Passstücke in der Wandansicht. Bei bereits laufenden Arbeiten helfen Bilder des noch offenen Bereichs und die Bezeichnung von Stein und Mörtel. Eine sichtbare schmale Fuge nach dem Verputzen lässt die frühere Kontaktfläche und ihren Mörtelauftrag nicht zuverlässig erkennen.

Die Schnittfläche braucht die vorgesehene Verbindung

Die PORIT-Verarbeitungsrichtlinie stellt den Längenausgleich mit Passsteinen ausdrücklich dar. Ihre Zeichnung auf Seite 16 verlangt an den geschnittenen Flächen eine vollflächige Stoßfugenvermörtelung mit Dünnbettmörtel. Die Behandlung der unveränderten Werkseite wird damit nicht einfach auf die glatte Schnittfläche übertragen.

Diese Vorgabe gehört zum beschriebenen Porenbetonsystem. Sie ist keine pauschale Reparaturanleitung für jede offene Fuge in altem Mauerwerk. Steinart, Schnittstelle, vorgesehener Mörtel und weitere Ausführungsbedingungen werden zusammen zugeordnet. Eine fehlende Verbindung wird nicht dadurch bestätigt, dass die Außenseiten später geschlossen aussehen.

Den Längenausgleich vor dem Schließen aufnehmen

Ein typischer Klärungsfall ist ein zugeschnittenes Endstück neben einer Türlaibung. Fragen Sie, welche Seite geschnitten wurde und welcher Fugenaufbau dort vorgesehen ist. Bei einem unklaren Befund entscheidet der Fachbetrieb über erforderliche Kontrolle oder Nacharbeit, bevor der Bereich durch weitere Schichten verdeckt wird. Zeigt ein Bild nur die unveränderte Nut-Feder-Seite, ist damit die gegenüberliegende geschnittene Kontaktfläche noch nicht dokumentiert. Die Aufnahme wird deshalb auf das tatsächlich betroffene Passstück bezogen.

Appiarius nimmt Passstücke im Rahmen der geplanten Mauerwerksarbeiten auf. Halten Sie Wandansicht, Steinsystem und vorhandene Baustellenbilder bereit. Der Anschluss einer ganzen neuen Wand an eine Bestandswand bleibt eine zusätzliche Aufgabe; die Passsteinregel ersetzt weder dessen Verbindungsmittel noch eine notwendige Tragwerksplanung.

Für die Anfrage bereithalten

  • Passstücke im Schichtenraster markieren
  • Schnittfläche von unveränderter Werkseite unterscheiden
  • Vorgesehenen Systemmörtel zuordnen
  • Unklare Verbindung vor dem Verputzen klären

Häufige Fragen

Kann die geschnittene Seite wie Nut und Feder bleiben?

PORIT zeigt für die geschnittenen Stoßflächen eine vollflächige Vermörtelung mit Dünnbettmörtel. Die Werkseitenausbildung wird darauf nicht ungeprüft übertragen.

Beweist ein glatter Putz die richtige Stoßfuge?

Die Oberfläche zeigt die verdeckte Kontaktzone nicht vollständig. Ein unklarer Befund wird fachlich aufgenommen.

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Fachquellen