Ein Treppenkantenprofil wird gemeinsam mit Trittstufe, Setzstufe und Belagsaufbau ausgewählt. Benennen Sie Nutzung und Einbauort ausdrücklich. Eine Herstellerangabe zu einer Profileinlage ist keine pauschale Aussage über die Sicherheit oder Barrierefreiheit der gesamten Treppe.
Die ganze Stufenkante aufnehmen
Fotografieren Sie die Treppe als Ganzes und eine einzelne Stufe seitlich. Zeigen Sie vorhandene Kanten, Schäden und den Übergang zum oberen sowie unteren Boden. Nennen Sie, ob der alte Belag bleibt oder erneuert wird. Eine lose Kantenfliese wird als Befund aufgenommen; das neue Profil repariert ihre Ursache nicht automatisch.
Beschreiben Sie den Alltag auf der Treppe: privater Wohnbereich, häufiger Personenverkehr oder besondere Anforderungen einzelner Nutzer. Auch gewünschte Erkennbarkeit der Stufenkante gehört dazu. Ein Farbmuster allein beantwortet nicht, wie ein Kontrast im fertigen Umfeld wirkt. Besprechen Sie Belagsfarbe, Licht und Profilansicht deshalb zusammen.
Das Profil für den tatsächlichen Einsatz auswählen
Schlüter-TREP-V ist ausdrücklich für den Innenbereich beschrieben und besitzt eine austauschbare Kunststoffeinlage. Die Auswahl wird unter anderem an Fliesendicke, Verlegeart und erwarteter Belastung ausgerichtet. Die geprüfte Eigenschaft der Einlage darf nicht ungeprüft auf eine Außentreppe oder die gesamte Treppenanlage übertragen werden.
Lassen Sie die Höhe und den Anschluss zwischen Profil und Trittbelag für die konkrete Ausführung bestimmen. Bei einer Überarbeitung bestehender Stufen bleibt außerdem die Geometrie der gesamten Treppe zu prüfen. Einzelne neue Schichten verändern möglicherweise Anschlüsse; das wird vor Materialkauf mit dem zuständigen Fachbetrieb geklärt.
Pflege und möglichen Einlagentausch berücksichtigen
Fragen Sie nach der späteren Pflege und danach, welche Bestandteile bei Verschleiß ersetzt werden können. Eine austauschbare Einlage ist eine Produkteigenschaft und kein Beleg, dass jeder vorhandene Profilträger erhalten werden kann. Die Bestandsaufnahme soll erkennen lassen, ob tatsächlich ein bekanntes System oder eine bislang nicht zugeordnete Kante vorliegt.
Appiarius nimmt den baulichen Erneuerungsumfang und die Belagsschnittstellen auf. Im Angebot werden Innenanwendung, ausgewähltes Profil und die betroffenen Stufen benannt. Besondere Nutzungsanforderungen erhalten eine eigene fachliche Prüfung. So bleibt die Entscheidung nachvollziehbar, ohne aus einer attraktiven Kantenlösung eine allgemeine Sicherheitszusage zu machen.
Für die Anfrage bereithalten
- Gesamtansicht und seitliches Stufendetail
- Bestandsschäden und geplanter Belagsaufbau
- Innenanwendung und tatsächliche Nutzung
- Kantenansicht, Farbe und gewünschter Kontrast
- Pflege, Ersatzteile und fachliche Prüfung
Häufige Fragen
Kann ein für innen beschriebenes Profil einfach außen verwendet werden?
Die Eignung ist an den vorgesehenen Einsatz gebunden. Für eine Außentreppe braucht es eine dafür bestätigte Auswahl.
Macht eine rutschhemmende Einlage die ganze Treppe automatisch barrierefrei?
Nein. Die gesamte Treppe und ihre Nutzung müssen gesondert beurteilt werden; eine einzelne Produkteigenschaft reicht dafür nicht.