Eine Trennfuge des Baukörpers wird auch durch die Verblendschale geführt. Lassen Sie bei einer ergänzten oder erneuerten Klinkerfläche vorhandene Trennungen und Abfangungen vor dem Mauern aufnehmen, damit die Außenschale die geplante Bewegung nicht überbrückt.
Den Fugenverlauf in der ganzen Fassade zeigen
Eine Bewegungsfuge hat eine andere Aufgabe als die gewöhnliche Mörtelfuge zwischen zwei Steinen. Bevor eine Verblendfläche ergänzt wird, sollten vorhandene bauliche Trennungen in der Fassadenansicht markiert sein. Entscheidend ist, welche Bereiche sich konstruktiv getrennt bewegen sollen und wo der geplante Anschluss verläuft.
Röben beschreibt in seinen Verarbeitungshinweisen ausdrücklich, dass Trennfugen im Baukörper auch durch die Verblendschale geführt werden müssen. Wird eine solche Linie mit Steinen oder starrem Mörtel überbrückt, folgt die neue Außenfläche dem vorgesehenen Trennungsverlauf nicht. Das gewünschte ruhige Fassadenbild ersetzt daher keinen Fugenplan.
Abfangungen und Materialwechsel mitprüfen
Bei abgefangenem Verblendmauerwerk nennt der Hersteller horizontale Bewegungsfugen unter den Aufstandskonsolen. Damit gehört neben der senkrechten Ansicht auch die Höhenlage der Abfangung in die Detailprüfung. Ein darüberliegender oder angrenzender Reparaturbereich sollte mit dieser Konstruktion zusammen betrachtet werden.
Auch Anschlüsse an andere Baustoffe werden in der Quelle als Bewegungsfugen beschrieben. Wo solche Übergänge liegen und wie sie auszuführen sind, wird für das konkrete Gebäude geplant. Pauschale Fugenabstände oder ein beliebig gewählter Dichtstoff lassen sich aus einer allgemeinen Fassadenansicht nicht ableiten.
Ergänzungen an den vorhandenen Verlauf anschließen
Vorhandene lose Steine, Risse oder auffällige Ankerbereiche werden zusätzlich untersucht. Die Entscheidung über einen durchgehenden Fugenverlauf beseitigt solche Befunde nicht. Umgekehrt kann eine reine Fugenreparatur den fehlenden konstruktiven Trennungsverlauf nicht ersetzen; Ursache und angebotener Arbeitsumfang müssen zueinander passen.
Zeigen Sie Appiarius Fotos der gesamten Fassade sowie Nahaufnahmen an Ecken, Fugen und sichtbaren Abfangungen. Vorhandene Ansichten und Schnittzeichnungen erleichtern die Zuordnung. Nach der Bestandsprüfung werden geplante Ergänzungen und erforderliche Anschlussdetails gemeinsam festgehalten, bevor die neue Fläche aufgemauert wird.
Für die Anfrage bereithalten
- Baukörpertrennfugen in der Ansicht markieren
- Abfangungen und ihre Höhenlage zuordnen
- Materialwechsel und angrenzende Flächen zeigen
- Reparaturumfang mit dem Fugenplan abstimmen
Häufige Fragen
Kann die neue Klinkerfläche eine vorhandene Trennfuge überdecken?
Die Trennfuge des Baukörpers muss auch durch die Verblendschale geführt werden; der Anschluss wird entsprechend geplant.
Reicht dafür ein allgemeiner Abstand zwischen Bewegungsfugen?
Der konkrete Fugenplan berücksichtigt Konstruktion, Abfangungen und Beanspruchung des Gebäudes. Ein pauschales Raster beantwortet diese Details nicht.