Bei einer neu aufgemauerten Verblendfläche wird die Herstellungsfolge vorab festgelegt: Fugenglattstrich nutzt den Mauermörtel in einem Arbeitsgang, nachträgliche Verfugung bildet einen späteren Arbeitsschritt mit passend abgestimmtem Fugenmörtel.
Die Herstellungsfolge vor dem Mauern auswählen
Bei neuen oder neu aufgemauerten Verblendflächen gehört die Verfugung bereits in die Ausführungsplanung. Lassen Sie im Angebot benennen, ob der Fugenglattstrich beim Mauern erfolgt oder ob später separat verfugt wird. Diese Wahl bestimmt Arbeitsfolge und Materialzuordnung, nicht allein die spätere Fugenfarbe.
Röben beschreibt den Fugenglattstrich als Mauern und Verfugen in einem Arbeitsgang. Die gefüllten Fugen werden dabei mit dem Mauermörtel bearbeitet. Für eine gleichmäßige sichtbare Fugenfarbe hebt der Hersteller eine gleichbleibende Mörtelkonsistenz hervor. Der verwendete Mörtel muss zum Saugverhalten der Ziegel passen.
Beide Wege brauchen vollständig gefüllte Fugen
Bei einer nachträglichen Verfugung wird die Sichtfuge für den späteren Arbeitsschritt vorbereitet. Der anschließend verwendete Fugenmörtel soll mit dem Mauermörtel in den Fugen verträglich sein. Die beiden Materialien und die vorgesehene Ausführung werden deshalb zusammen ausgewählt, statt die spätere Verfugung als beliebig austauschbare Oberfläche zu behandeln.
Die Verarbeitungshinweise verlangen bei beiden Wegen vollfugiges Mauern. Hohlräume im Fugennetz beeinträchtigen nach der Quelle die Schlagregenabwehr der Verblendschale. Eine später geschlossene Sichtfuge beantwortet allein noch nicht, wie die darunterliegende Vermörtelung ausgeführt wurde. Die Arbeitsbeschreibung sollte diese Zusammenhänge berücksichtigen.
Bauablauf und gewünschte Ansicht zusammen festhalten
Bei getrennter Ausführung werden außerdem Zugang, Schutz der frischen Fläche und Zeitpunkt des zweiten Arbeitsschritts abgestimmt. Das ist eine Herstellungsentscheidung für die neue Fläche. Die Prüfung eines geeigneten Reparaturmörtels an vorhandenen Altklinkerfugen bleibt eine andere Aufgabe und wird anhand ihres eigenen Bestandsbefunds beurteilt.
Besprechen Sie mit Appiarius Fläche, Steinprodukt, gewünschte Fugenansicht und den geplanten Bauablauf. Bei einer Teilerneuerung helfen Fotos der erhaltenen Nachbarflächen. Im Angebot können danach Arbeitsfolge, Mörtelzuordnung und Anschlüsse an den Bestand konkret beschrieben werden, bevor der neue Verblendbereich entsteht.
Für die Anfrage bereithalten
- Einen oder zwei Arbeitsschritte im Angebot benennen
- Mörtel zum Stein und gegebenenfalls zueinander abstimmen
- Vollständige Vermörtelung in der Ausführung berücksichtigen
- Zugang und Schutz für die getrennte Verfugung planen
Häufige Fragen
Ist Fugenglattstrich nur ein anderer Farbton?
Er bezeichnet die Ausführung von Mauern und Verfugen in einem Arbeitsgang mit dem Mauermörtel.
Kann der spätere Fugenmörtel unabhängig gewählt werden?
Er muss zum Stein und zum vorhandenen Mauermörtel in den Fugen passen. Die Materialien werden gemeinsam zugeordnet.