Enthält das WU-Konzept eine planmäßige spätere Rissabdichtung, wird der dafür benötigte Zugang bereits in der Planung berücksichtigt. Eine innere Bekleidung darf diesen vorgesehenen Ablauf nicht ungeprüft verändern. Rohbau, Abdichtung und Ausbau werden dazu gemeinsam abgestimmt.
Die vorgesehene Abdichtungsaufgabe im WU-Konzept lesen
Die Kellerwand ist betoniert, als Nächstes soll innen eine Bekleidung entstehen. Ob die Fläche bereits geschlossen werden kann, hängt auch vom vorgesehenen WU-Konzept ab. Eine fertig wirkende Wand beendet nicht automatisch alle darin geplanten Abdichtungsarbeiten.
Fragen Sie nach dem für das Bauteil festgelegten Entwurfsgrundsatz und nach noch vorgesehenen Maßnahmen. Werden einzelne Risse planmäßig zugelassen und anschließend abgedichtet, braucht die zuständige Ausführung einen geeigneten Zugang. Lage, Zeitpunkt und notwendiger Arbeitsraum werden am tatsächlichen Konzept bestimmt.
Zugänglichkeit gehört bereits in die Planung
Das Merkblatt Wasserundurchlässige Betonbauwerke des InformationsZentrums Beton nennt unterschiedliche Entwurfsgrundsätze und die Planung der Rissabdichtung. Es fordert außerdem, eine gegebenenfalls benötigte Zugänglichkeit zu luftseitigen Oberflächen bereits in der Planung zu berücksichtigen. Das ist ein konkreter Hinweis auf die Schnittstelle zum späteren Ausbau.
Daraus wird weder für jede WU-Wand dieselbe Wartezeit noch ein allgemeiner offen zu haltender Bereich abgeleitet. Die verantwortliche Planung benennt den tatsächlich benötigten Zugang. Auch die Annahme, alle Risse würden sicher selbst heilen, ersetzt die ausdrücklich vorgesehene Abdichtungsaufgabe nicht.
Bekleidung erst auf den bestätigten Ablauf abstimmen
Eine fest montierte Vorsatzschale kann den späteren Arbeitsweg verändern. Besprechen Sie deshalb vor deren Beauftragung, ob die Fläche zugänglich bleiben muss, ein anderer Bauzeitpunkt nötig ist oder eine fachlich bestätigte Lösung den Zugang erhält. Eine kleine beliebige Klappe ist nicht automatisch für jede Maßnahme ausreichend. Zeigen Sie in der Wandansicht, welche Bereiche die geplante Bekleidung verdeckt. Der Abdichtungsfachbetrieb kann daran den benötigten Zugriff benennen. Der alleinige Blick auf eine freie Raumecke erklärt den Arbeitsraum entlang der Wand nicht.
Appiarius kann Rohbau- und Ausbauschnittstellen mit dem verantwortlichen WU-Planer und Abdichtungsfachbetrieb abstimmen. Für die Anfrage helfen Konzept, Wandansicht und geplanter Bekleidungsaufbau. Der Beitrag sagt kein vollständiges WU-System zu. Bereits vorhandener Wassereintritt wird zusätzlich als konkreter Bestandsbefund untersucht.
Für die Anfrage bereithalten
- Bauteilbezogenen WU-Entwurfsgrundsatz benennen
- Noch vorgesehene Abdichtungsmaßnahmen zuordnen
- Benötigten Zugang mit dem Fachbetrieb bestimmen
- Bekleidung und Bauzeitpunkt darauf abstimmen
Häufige Fragen
Kann eine fertige WU-Wand immer sofort bekleidet werden?
Der Ausbau wird mit den noch vorgesehenen Maßnahmen und dem benötigten Zugang des konkreten WU-Konzepts abgestimmt.
Genügt dafür irgendeine Revisionsklappe?
Größe, Lage und Arbeitsraum müssen zur vorgesehenen Maßnahme passen. Eine beliebige Klappe bestätigt das nicht.