Symbolbild, KI-generiert: Saniertes Backsteinhaus als Beispiel für Arbeiten im Bestand
Bauleistungen im Elbe-Weser-Raum

Wohnraum neu aufteilen: Welche Wand passt zum Grundriss?

Ein großer Raum lässt sich mit einer nichttragenden Trennwand teilen. Die passende Lösung ergibt sich aus der Nutzung, dem Schallschutz und der Belastbarkeit der vorhandenen Decke.

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Symbolbild, KI-generiert

Wand wählen statt nur eine Linie ziehen

Wenn ein Arbeitszimmer vom Wohnzimmer getrennt werden soll, muss die neue Wand zunächst Räume mit brauchbaren Zugängen schaffen. Markieren Sie ihre gedachte Lage gefahrlos mit ablösbarem Klebeband auf dem Boden. Probieren Sie Türbewegungen und Möbelstellungen aus. Das ist ein Nutzungstest, noch keine Festlegung der Konstruktion. Diese Seite hilft bei der Auswahl eines Wandaufbaus anhand von Gewicht und Schallschutz. Die allgemeine Vorbereitung einer Trennwand im Bestand behandelt die vorhandene Leistungsseite. Eine bestehende Wand zu entfernen ist eine andere Aufgabe: Ihre Tragfunktion muss vor einem Eingriff geklärt werden.

Wenig Dicke kann guten Schallschutz ermöglichen

Knauf stellt auf seiner Schallschutzseite eine konkrete Zimmertrennwand W112 vor: 100 mm Dicke und 55 kg je Quadratmeter Wandfläche. Der angegebene Aufbau verwendet CW-50-Ständer, eine Beplankung aus 2 × 12,5 mm Diamant und 40 mm Mineralwolle. Dazu nennt der Hersteller Rw = 59,4 dB. Diese Zahlen gehören zusammen zu diesem Aufbau, sie beschreiben keine beliebige dünne Gipswand.

Der Vergleich zeigt, dass eine massive Wand nicht automatisch die bessere Wahl für ein ruhiges Zimmer ist. Knauf behandelt auch die Schallübertragung über angrenzende Bauteile und Schallbrücken zum Boden. Deshalb ist bei der Auswahl nicht nur die Platte wichtig. Der Fachbetrieb muss auch die Anschlüsse betrachten. Ein Produktwert wird durch das bloße Einbauen einzelner Komponenten nicht zur Zusage für den fertigen Raum.

Zimmergrenze und Wohnungsgrenze unterscheiden

Auf der Seite zur Gewichtsoptimierung zeigt Knauf die Wohnungstrennwand W115 mit 155 mm Dicke und 58 kg je Quadratmeter. Ihr Aufbau umfasst zwei CW-50-Ständerwerke, die Beplankung mit 2 × 12,5 mm Diamant und zweimal 40 mm Mineralwolle; angegeben sind Rw = 69,7 dB. Das ist ein anderes System als die Zimmertrennwand. Wer einen Raum innerhalb seines Hauses teilt, sollte daher nicht ungeprüft eine Lösung für zwei getrennte Wohnungen übernehmen.

Der Hersteller beschreibt bei Trockenbauwänden mehr Freiheit im Grundriss, weil diese nicht zwingend über den Wänden des darunterliegenden Geschosses stehen müssen. Daraus folgt für den Umbau eine interessante Möglichkeit, aber keine pauschale Freigabe für jede alte Decke. Entscheidend bleiben die vorhandene Konstruktion und die Last der tatsächlich geplanten Wand. Eine zusätzliche massive Trennung kann andere Anforderungen an die Lastabtragung stellen.

Wie die leichte Trennung aufgebaut wird

Die Produktbeschreibung UW-dB 75 erläutert die Aufgaben der Profile: Das UW-Rahmenprofil wird an Decke und Boden befestigt und mit CW-dB-Profilen zu einer Metallständerwand verbunden. Als Einsatzbereich nennt Knauf ausdrücklich nichttragende Innenwände. Dieses Detail hilft bei der Einordnung: Ein solches Profil ist kein Ersatz für eine tragende Mauer.

Die dort genannten Eigenschaften gelten für den beschriebenen Profilverbund. Ein typischer Fehler wäre, ein schalloptimiertes Einzelprofil auszuwählen und die übrige Wand davon unabhängig zusammenzustellen. Der Betrieb wählt stattdessen einen vollständigen Aufbau, berücksichtigt die Türöffnung und stellt die zugehörigen Anschlüsse her. Erst danach folgen Beplankung und Oberflächenarbeiten.

Vom Nutzungstest zum Umbau

Für die Ausführung werden Wandlage, Bodenanschluss und Deckenbefestigung zusammen betrachtet. Bei unklarer Deckenkonstruktion ist die fachliche Prüfung der nächste Schritt. Bleibt lediglich die Raumgröße offen, können Sie die markierte Aufteilung zunächst im Alltag erproben. Bohrungen in unbekannte Bauteile sind dafür nicht erforderlich.

Eine einfache Grundrissskizze und die gewünschte Nutzung der beiden Räume reichen für den ersten Kontakt. Über den vorhandenen Kontaktweg können Sie die neue Aufteilung und den passenden Innenausbau besprechen.

Quellen und fachliche Grundlagen

Geprüft am 4. Oktober 2026. Produktangaben beziehen sich auf das jeweils beschriebene System.

Passende Bauleistungen

Die neue Raumaufteilung gehört zum Innenausbau. Für größere Veränderungen am Bestand finden Sie weitere Hinweise zur Sanierung.